Diese Studie nutzt die kritische Diskursanalyse, um politische Dokumente und öffentliche Äußerungen zur Öl- und Gasproduktion zu untersuchen. Ziel ist es, zu verstehen, wie Machtverhältnisse eingesetzt werden, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu verlangsamen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu bewahren.
Im Fokus stehen die Strategien der Regierungen von Nigeria und Kolumbien. Beide Länder verbinden die Förderung von Öl und Gas mit Themen wie Entwicklung, Energiesicherheit und dem Übergang zu nachhaltiger Energie. In Nigeria wird zudem ein viertes Narrativ betrachtet, das sich auf die internationale Rolle des Landes bezieht. Trotz einiger Gemeinsamkeiten werden diese Narrative je nach den spezifischen nationalen Gegebenheiten unterschiedlich formuliert, was die Bedeutung der historischen und geografischen politischen Ökonomien unterstreicht.
Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass die Regierungen zusätzliche diskursive Strategien anwenden. Dazu gehören technokratische und manageriale Sprache, die Normalisierung der Öl- und Gasproduktion, die Wahl bestimmter Ausdrücke und länderspezifische Vergleiche, die Delegitimierung alternativer Zukunftsvisionen für Öl und Gas sowie eine strategische Nutzung der Skalierung, um die weitere Entwicklung der Öl- und Gasförderung zu rechtfertigen.