Europäische Kommission, Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA)
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Steinbeis 2i
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EU-weit gewinnen die Themen Klimaanpassung und Minderung des Klimawandels in der regionalen und lokalen Politikgestaltung immer mehr an Gewicht. Gerade deshalb ist es von großer Bedeutung, sicherzustellen, dass die beiden Handlungsfelder nicht in Konflikt zueinander geraten und zudem politisch legitimiert sind. Das im Rahmen des EU-Forschungsprogramms „Horizont Europa“ geförderte Forschungsprojekt „DISTENDER“ leistete einen interdisziplinären Beitrag zur integrierten Betrachtung und Zusammenführung von Anpassungs- und Minderungsstrategien.
Im Mittelpunkt standen dabei ein partizipativer Ansatz, Stakeholder-Engagement und Ko-Kreation: In fünf europäischen Kernfallstudien sowie weiteren Follower-Städten wurden lokale Herausforderungen, Strategien und Politiken gemeinsam mit Akteur*innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft erarbeitet und in die Modellierung eingespeist.
Anhand von elf europäischen Pilotstudien entwickelte DISTENDER einen methodischen Rahmen, um Wechselwirkungen, Synergien und Zielkonflikte der Politikfelder Minderung und Anpassung qualitativ und quantitativ zu bewerten. Darauf aufbauend wurden integrierte, sektorübergreifende Strategien für u. a. Wasser, Energie, Landwirtschaft, Gesundheit, Mobilität, Stadtentwicklung sowie Biodiversität entwickelt und hinsichtlich Wirksamkeit, Robustheit, Machbarkeit und Kosten-Nutzen-Verhältnis analysiert.
Zentrales Ergebnis des Projekts war ein Decision Support System (DSS), das als nutzerorientierte, übertragbare Entscheidungsunterstützung für Politik und Verwaltung fungiert. Es bündelt Klima- und sozioökonomische Szenarien, sektorale Impact-Modellierung, Indikatoren und eine multikriterielle Bewertung von Anpassungs- und Minderungsstrategien. Entscheidungsträger*innen können damit Strategien vergleichen, priorisieren und auf unterschiedliche Zukunftsszenarien „Stresstests" anwenden, um robuste, kontextspezifische Maßnahmenportfolios zu identifizieren.
adelphi war im Rahmen von DISTENDER als Arbeitspakets-Leitung für das Projektmonitoring und die Wirkungsevaluation verantwortlich. Gemeinsam mit der Fondazione LINKS entwickelte adelphi eine theoretische und methodische Grundlage für das DISTENDER-Wirkungsmonitoring, einschließlich einer Theory of Change, eines Satzes von Key Performance Indicators (KPIs) und eines mehrdimensionalen Impact-Rahmens. Auf dieser Basis konzipierte und implementierte adelphi ein formatives Monitoring, das während der gesamten Projektlaufzeit mehrere Erhebungsrunden (Online-Surveys, Interviews, Beobachtungen, Workshops) umfasste.
Damit erfasste und bewertete adelphi sowohl den Fortschritt bei der Zielerreichung als auch die kurz- und längerfristigen Wirkungen des Projekts, z. B. im Hinblick auf Ko-Kreation und Stakeholder-Beteiligung, Wissenschaft-Politik-Interaktion, Vernetzung, Bewusstsein für Klimarisiken sowie Nutzung und Mehrwert des DSS. Die Ergebnisse flossen in die laufende Projektsteuerung, Lernprozesse innerhalb des Konsortiums und die Abschätzung des gesamtgesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Impacts von DISTENDER ein.