Ein neuer Bericht von adelphi research und dem EU 1.5° Lifestyles Projekt Konsortium zeigt mit 50 konkreten Maßnahmen, wie Menschen im Haushalt und mit ihrer Lebensweise Treibhausgasemissionen signifikant reduzieren können. Gleichzeitig braucht es Unterstützung von der Politik, um strukturelle Veränderungen zu ermöglichen.
Was können wir als einzelne Personen für den Klimaschutz tun und was liegt in den Händen der Politik? Damit befasst sich der Bericht "Effective Options for a Transition to 1.5 Lifestyles at the Household Level". Er hebt die Notwendigkeit hervor, sowohl individuelle als auch systemische Veränderungen voranzutreiben, um die CO2-Emissionen zu senken und unterstreicht, dass der Übergang zu nachhaltigeren Lebensweisen dringend vollzogen werden muss.
Der Bericht ist Teil des EU 1.5 Lifestyles Projekts, finanziert durch das Horizon 2020 Programm der Europäischen Kommission. Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Lebensstile zu mainstreamen, die mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens übereinstimmen.
Wesentliche Ergebnisse des Berichts umfassen:
- Identifikation von 50 wirkungsvollen Lebensstiloptionen: Durch umfangreiche Literaturrecherchen und Expert*inneninterviews wurden 50 Optionen identifiziert, die das Potenzial haben, die Treibhausgasemissionen von Haushalten signifikant zu reduzieren. Diese reichen von der Reduzierung des Fleischkonsums bis hin zur verstärkten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
- Bürger*innenbeteiligung durch das Climate Puzzle: Ein interaktives Spiel, das Klima-Puzzle, wurde entwickelt und in Bürger*innenlaboren in fünf Ländern (Schweden, Lettland, Ungarn, Spanien und Deutschland) eingesetzt, um das Bewusstsein zu schärfen und Diskussionen über nachhaltige Lebensstile anzuregen.
- Akzeptanz und Barrieren: Die Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz für Veränderungen, die geringfügige Verhaltensanpassungen oder finanzielle Investitionen erfordern, wie Lebensmittelabfälle reduzieren oder das Installieren von energieeffizienter Beleuchtung. Gleichzeitig wurden strukturelle Hindernisse als Hauptbarrieren für weitergehende Veränderungen identifiziert.
- Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Erkenntnissen werden konkrete Empfehlungen gegeben, um die Umsetzung nachhaltiger Praktiken zu erleichtern und zu fördern.
Der Bericht betont die Rolle der Bürger*innen als zentrale Akteur*innen im Transformationsprozess und unterstreicht die Bedeutung von politischer Unterstützung und strukturellen Veränderungen, um den Übergang zu nachhaltigeren Lebensstilen zu ermöglichen.
Den ganzen Bericht können Sie hier lesen.